Maßnahme starten

Die Sonne reinlassen - mehr Solar für Neubauten

Die Solarenergie muss drei- bis viermal so schnell wie aktuell ausgebaut werden, wenn wir die Pariser Klimaziele einhalten wollen. Kommunen können auf ihrem Gemeindegebiet für alle neuen Bebauungspläne eine kommunale Solarpflicht für neue Gebäude erlassen. Pfaffenhofen z. B. hat auf diese Weise für ein neues Wohngebiet verfügt, dass auf Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern mindestens 20 Quadratmeter Solarmodule installiert werden müssen und auf Mehrfamilienhäusern mit Satteldach mindestens 70 Prozent der südlichen Dachfläche. Sie können diese außerdem in städtebaulichen Verträgen und Grundstücksverträgen verankern. Fordere die Stadtpolitik in einem Politikgespräch dazu auf.

Wirkung

Mit einem Politikgespräch signalisierst du der Politik, dass in ihrer Wählerschaft Menschen das Thema Solarenergie vorantreiben möchten.  Im besten Fall führt dein Gespräch zu ersten Erfolgen. Unter Umständen versuchen die städtischen Vertreter:innen, dich mit bereits geleisteten Anstrengungen abzuspeisen. Hier gilt es, die regionalen Wertschöpfungsmöglichkeiten zu betonen und ggfs. weitere Gespräche zu vereinbaren. Falls alles nichts hilft, kann deine Gruppe mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion auf das Thema aufmerksam machen oder über ein Bürgerbegehren („Solarentscheid“) als nächsten Schritt nachdenken.

Aufwand

Der Aufwand ist nicht so groß: Trommle ein kleines Team aus zwei bis vier Mitstreiter:innen zusammen, mit denen du dir ein Gespräch im Rathaus zutraust. Recherchiert im Voraus, welche Maßnahmen eure Stadt bereits im Bereich Solarenergie getroffen hat, bevor ihr bei geeigneten Vertreter:innen der Stadt ein Gespräch anfragt.

Kosten

Kosten fallen für diese Maßnahme nicht an.

Kooperationspartner

Die Klimawende von unten ist ein Kooperationsprojekt von Umweltinstitut München, BürgerBegehren Klimaschutz und Mehr Demokratie.

Unterstützung

Das Umweltinstitut München unterstützt dich bei Fragen gerne. Melde dich dafür per Mail an klimawende@umweltinstitut.org.
Mehr Informationen erhältst du auch in unserem Klimawende von unten-Handbuch und auf www.klimawende.org.